Was, wenn ein Tisch nicht nur Möbel ist?
Every Desk‘s Concert ist ein Konzert, das sich künstlerisch und musikalisch mit dem Tisch auseinandersetzt.
Jeden Tag sitzen wir am Mittagstisch, am Bürotisch, am Tisch im Café oder in der Kneipe, entweder Bekannten gegenüber oder mit Unbekannten neben uns. Jede kleinste Bewegung erzeugt Geräusche, die den Soundtrack unseres Lebens bilden, aber meist unbemerkt bleiben.
Every Desk‘s Concert nimmt jeden Tisch und deutet ihn um…
… in ein Instrument
… in eine Bühne
… in einen Raum des Austauschs und der Begegnung
… in einen Schauplatz kreativer Prozesse
… in einen Ort für musikalische Begegnungen und Brückenbildungen zu anderen Tischen
- ein Konzert und Communityabend -
von Dora Donata Sammer (Blockflöten) und Ingvill Statle Skjørten (Gesang)
mit Musik von John Dowland, Luciano Berio, Georges Aperghis, La Monte Young und Johann Sebastian Bach u.a.
Ingvill Statle Skjørten (g. 1997) ist eine norwegische Mezzosopranistin. Sie hat sich auf zeitgenössische Klassik und experimentelles Repertoire spezialisiert und arbeitet an der Schnittstelle zwischen notierter Musik, freier Improvisation und Performance. Expressive Vielseitigkeit und Verspieltheit sind Leitfäden in ihrer künstlerischen Praxis.
Sie studierte klassischen Gesang an der Barratt Due Academy of Music in Oslo und Master Neue Musik (Gesang) an der Universität Mozarteum Salzburg und der Hochschule für Musik Dresden. Als Interpretin zeitgenössischer Musik arbeitete sie unter anderem mit Ensemble El Perro Andaluz, Georges Aperghis, Helmut Lachenmann, Carola Bauckholt, Sarah Nemtsov, Laure M. Hiendl, Jennifer Walshe, Maja Ratkje, Donatienne Michel-Dansac, Juliet Fraser, Elaine Mitchener, Manos Tsangaris und Marino Formenti zusammen. Sie arbeitet regelmäßig mit jungen Komponist:innen zusammen und beauftragt sie mit neuen Werke.
Ingvill ist eine erfahrene Ensemblesängerin und tritt regelmäßig mit dem Norwegian Soloists' Choir – wo sie von 2020 bis 2024 Mitglied der Akademie war –, BachWerkVokal Salzburg und dem Norwegian Women's Choir auf. Mit dem Duo LiedExtended, dass sie mit der Pianistin Alba Llorach Roca bildet, gewann sie den Publikumspreis beim D-Bü-Wettbewerb 2024 für das Gameshow-Konzert „Homo Ludens“. Beim Sounding Visions Award 2025 war sie mit ihrem Soloprogramm „von Spiegeln und Rätseln” Finalistin und erhielt einen Anerkennungspreis der Jury.
Seit 2024 ist sie Teil der Tonali Bühnenakademie, einem dreijährigen Programm für junge Musiker:innen, die ihre künstlerische Praxis mit gesellschaftlichem Engagement verbinden möchten. Sie ist Mitorganisatorin der Dresdner Konzertreihe „dasKONZERTs”, die sich der experimentellen Musik in unkonventionellen Räumen widmet.
Die österreichische Blockflötistin Dora Donata Sammers begeistert mit unkonventionellen Konzertprogrammen, die frühe und zeitgenössische Musik in einen lebendigen Dialog setzen. 2023 gewann sie den internationalen Berlin Prize for Young Artists für ihr visionäres Soloprogramm. Geprägt von historischer Aufführungspraxis und zeitgenössischer Musikpraxis erforscht sie Klangräume und extreme musikalische Kontraste mit außergewöhnlicher künstlerischer Freiheit.
Geboren in Graz, absolvierte Dora Donata Sammer ihre Studien an der Universität Mozarteum Salzburg und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Weiters ist sie Teil der TONALi Bühnenakademie Hamburg sowie der Concerto21 Akademie . Alles prägende Stationen auf dem Weg zu einer eigenen Stimme auf einem Instrument, von dem Dora Donata Sammer sagt: „Irgendwie kennt jeder die Blockflöte – und keiner mag sie.“ Macht nichts. Denn hört man Sammer zu, vergisst man schnell gängige Klischees. Und „am Ende fragt man sich, ob man gerade wirklich immer nur eine Blockflöte hat spielen hören“ (VAN Magazin ).
Man könnte meinen, die Welt sei am Ende. Täglich begegnet uns das Unbequeme, das Unangenehme, das Ungeheuerliche. Es dröhnt aus Boxen, flimmert über Bildschirme und bestimmt die Schlagzeilen. Doch kann das wirklich alles sein? Muss es nicht auf jede schlechte Nachricht auch eine gute geben? Hat das Böse tatsächlich längst gesiegt – oder ist der Mensch am Ende vielleicht doch im Grunde gut?
Zwischen Lavalampen, Flauschkissen, Fuck-off-Feen und optimistischen Wissenschaftler*innen geben wir den guten Nachrichten das Spotlight, das sie verdienen. Denn in der Good-News-Show sind sie die Stars: Portugiesische Pfandflaschen, indische Forscher*innen, ugandische Gorillas und europäische Bisons feiern gemeinsam eine Party – auf die Durchbrüche, Aufbrüche und Comebacks ausgestorben geglaubter Arten! Gemeinsam mit einer Gundula Gause-Glitzerversion und zwei euphorischen Korrespondent*innen gehen wir mit dieser Performance dem Guten auf den Grund, finden in der Kunst das Beste im Menschen und in der Musik die schönsten Welten. Wo versteckt sich der Sparkle, der Hoffnungsschimmer, der Groove? Und was könnte passieren, wenn wir das Gute einen Abend lang einfach mal zulassen?
Mit Musik von u.a. Georges Aperghis, Benjamin Scheuer, Kate Moore
Mit
Duo Magdalena & Carlotta
Sophie Marleen Jany, Nachrichtensprecherin
Simone Saftig, Text
Laura Bowler, Auftragswerk
und eingeblendeten Medien
Magdalena Wolfarth (Pianistin, Liedbegleiterin) und Carlotta Lipski (klassisch ausgebildete Sängerin ) sind Magdalena & Carlotta – ein Duo, das die klassische Liedkunst aus dem Konzertsaal hinaus in neue Räume führen möchte. Sie fanden während ihres Studiums an der Hochschule für Musik Karlsruhe zusammen und verbindet seither eine intensive künstlerische Zusammenarbeit. Als Preisträgerinnen des 1. Josephine-Lang-Wettbewerbs stellen sie sich drängenden gesellschaftlichen Fragen und verwandeln sie in künstlerisch vielschichtige, zugleich zugängliche Konzertformate. Sie sind Stipendiatinnen der TONALi-Bühnenakademie, der Orchesterstiftung #MusikerZukunft und der Riemschneider-Stiftung. Konzerte führten sie u.a. zum detect classic festival, zum Kulturgut Dönkendorf, an die Oper am Rhein (UFO), zum Cascade Song Festival nach Seattle und zur maspalou-Residenz nach Spanien.
Foto: Elza Loginova
Sophie Marleen Jany (sie/ihr) ist freischaffende Schauspielerin. Sie ist in Dresden aufgewachsen und hat dort bereits in Theaterjugendclubs und am Staatsschauspiel Dresden erste Spielerfahrungen gesammelt. Außerdem war sie Teil der Jungen Semperoper Dresden und war in mehreren Tanztheaterstücken zu sehen. Von 2021 bis 2025 studierte sie Schauspiel an der „Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg“. Mit der kollektiven Arbeit „FREIBADEN (AT)“ ihrer Schauspielklasse gewann sie 2024 den Ensemblepreis. Neben dem Studium arbeitete sie in der Freien Szene Stuttgart als Tänzerin und Schauspielerin. Aktuell lebt und arbeitet Sophie freischaffend in Berlin, wo sie ihre Soloarbeit „Lilith (a very very bad witch)“ im Theater unterm Dach gezeigt hat und in mehreren Kindertheaterstücken zu sehen ist. Vor Kurzem hat sie ein eigenes feministisches Theaterkollektiv gegründet; ihr Stück „Wattebaush“ hatte bereits Premiere und ist zurzeit am Ballhaus Prinzenallee in Berlin zu sehen. Lange Probentage übersteht sie mit guter Musik auf voller Lautstärke und ganz viel Schokolade.
Simone Saftig, 1993 in Dortmund geboren, studierte Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Düsseldorf. Sie arbeitet als Literaturwissenschaftlerin, Kulturjournalistin und Autorin – vor allem fürs Theater. Mit ihrem Debütstück „Modern Mermates“ gewann sie den Textflimmern-Preis für Nachwuchsdramatiker*innen am Theater Kiel. 2024 erhielt sie das Nah dran!-Stipendium für ihr Kinderstück „herzkopfüber“, das am Stadttheater Gießen uraufgeführt und 2026 für den Mülheimer KinderStückePreis nominiert wurde. In der aktuellen Spielzeit ist sie Atelierautorin am Deutschen Theater Berlin. Simone Saftig lehrt und promoviert im Bereich Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Foto: Markus Feger