Mitmachen erlaubt, sogar erwünscht ist hier die Devise!
In den Veranstaltungen des Festival UNFOLD ist jede Person herzlich eingeladen, mitzugestalten, mitzutanzen, mitzusingen oder mitzuessen. Wir wollen uns als Kreativgemeinschaft verbinden und dabei Schönheit, Leichtigkeit und Tiefe miteinander teilen. In unterschiedlichen Formaten und Disziplinen, von der Toninstallation bis zum Tischkonzert, zeigen wir uns in Gerabronn, Kirchberg, Unterregenbach und Weckelweiler.
Mit dabei sind u.a. Künstler:innen, die für eine Woche in der Liebesdorfer Mühle hausen und ihre Impulse und Ideen aus der Woche mit in die Veranstaltungen tragen.
Die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt statt. Um eine Spende wird gebeten.
Voranmeldungen an: [email protected]
HERZOBJEKT
In ihren Installationen aus schwarzem Ton arbeitet sich Balschus aus der eigenen Schwerherzigkeit, in die Bewegung der Verbundenheit, in Richtung Liebe.
„(dein) Herz in meiner Hand“, aus und für Selbstliebe entstanden, lädt ein Teil einer schwebenden HerzobjektInstallation zu werden - eine wabernde, filigrane Bewegung des Miteinanders. Absolute Leichtigkeit und Schwere zugleich. Die Herzen sind ganz bei sich und doch gemeinsam gehalten. Ein Loblied auf die Zuversicht der Liebe.
Balschus verhandelt Vielfalt immer wieder neu. Sie wählt das Herz als Symbol des Dafürhaltens, des Sich-Zeigens.
Die Arbeit lädt ein, zu begreifen: mit den Augen, mit den Händen, mit dem eigenen Herzen. In Berührung zu gehen – mit dem Herz des Anderen und dem eigenen zugleich.
Mit
Verena Marie Balschus, Künstlerin
Zum Mitsummen, Klingen und Zuhören laden die drei Künstlerinnen Johanna Reithmeier, Leila Mößner und Franziska Schulz ein. Mit Gesang und Cello erkunden sie die Akustik der mittelalterlichen Krypta. Die Performance versteht sich als offene Untersuchung des Raumes, bei der die Grenzen zwischen Ausführenden und Zuhörenden ineinander fließen.
Mit
Johanna Reithmeier, Gesang
Leila Mößner, Gesang
Franziska Schulz, Cello
Der Fokus dieses Workshops liegt auf der Wahrnehmung des Menschen in seinem individuellen So-Sein und dem immer wieder neuen Blick auf das Andere.
Dazu braucht es Mut. Mut sich der eigenen Individualität hinzuwenden, Mut Unbekanntes auszuprobieren, Mut Fragen zu stellen, Mut etwas zu wagen, was
man vielleicht noch nie gemacht hat und Mut Fehler zu machen. Wir experimentieren in Tanz- und Bewegungseinheiten, improvisieren und bringen den Fokus nach innen und außen. Wir erforschen wie in einer Gruppe unterschiedlichster Menschen eine gemeinsame Tanz- und Bewegungssprache entwickelt werden können und Zugehörigkeit selbstverständlich erlebbar wird.
Mit
Bea Carolina Remark, Choreographin
Man könnte meinen, die Welt sei am Ende. Täglich begegnet uns das Unbequeme, das Unangenehme, das Ungeheuerliche. Es dröhnt aus Boxen, flimmert über Bildschirme und bestimmt die Schlagzeilen. Doch kann das wirklich alles sein? Muss es nicht auf jede schlechte Nachricht auch eine gute geben? Hat das Böse tatsächlich längst gesiegt – oder ist der Mensch am Ende vielleicht doch im Grunde gut?
Zwischen Lavalampen, Flauschkissen, Fuck-off-Feen und optimistischen Wissenschaftler*innen geben wir den guten Nachrichten das Spotlight, das sie verdienen. Denn in der Good-News-Show sind sie die Stars: Portugiesische Pfandflaschen, indische Forscher*innen, ugandische Gorillas und europäische Bisons feiern gemeinsam eine Party – auf die Durchbrüche, Aufbrüche und Comebacks ausgestorben geglaubter Arten! Gemeinsam mit einer Gundula Gause-Glitzerversion und zwei euphorischen Korrespondent*innen gehen wir mit dieser Performance dem Guten auf den Grund, finden in der Kunst das Beste im Menschen und in der Musik die schönsten Welten. Wo versteckt sich der Sparkle, der Hoffnungsschimmer, der Groove? Und was könnte passieren, wenn wir das Gute einen Abend lang einfach mal zulassen?
Mit Musik von u.a. Georges Aperghis, Benjamin Scheuer, Kate Moore
Mit
Sophie Marleen Jany, Nachrichtensprecherin
Simone Saftig, Text
Laura Bowler, Auftragswerk
und eingeblendeten Medien
Während ihres Aufenthalts in der Liebesdorfer Mühle haben die teilnehmenden Künstler:innen sich intensiv mit den Schnittstellen von Bewegung, Performance und Komposition beschäftigt. Die dort entstandenen Experimente untersuchen das Zusammenspiel von Körper, Klang und der Hohenloher Landschaft.
Im Rahmen des Festivals werden diese drei künstlerischen Positionen präsentiert. Das Format versteht sich als partizipativer Raum: Es geht nicht nur um das Zeigen von Ergebnissen, sondern um das gemeinsame Befragen und Weiterdenken der gezeigten Prozesse im Dialog mit dem Publikum.
Was, wenn ein Tisch nicht nur Möbel ist?
Every Desk‘s Concert ist ein Konzert, das sich künstlerisch und musikalisch mit dem Tisch auseinandersetzt.
Jeden Tag sitzen wir am Mittagstisch, am Bürotisch, am Tisch im Café oder in der Kneipe, entweder Bekannten gegenüber oder mit Unbekannten neben uns. Jede kleinste Bewegung erzeugt Geräusche, die den Soundtrack unseres Lebens bilden, aber meist unbemerkt bleiben.
Every Desk‘s Concert nimmt jeden Tisch und deutet ihn um…
… in ein Instrument
… in eine Bühne
… in einen Raum des Austauschs und der Begegnung
… in einen Schauplatz kreativer Prozesse
… in einen Ort für musikalische Begegnungen und Brückenbildungen zu anderen Tischen
mit Musik von John Dowland, Luciano Berio, Georges Aperghis, La Monte Young und Johann Sebastian Bach u.a.
- ein Konzert und Communityabend mit anschließendem Essen -
von
Dora Donata Sammer (Blockflöten) und Ingvill Statle Skjørten (Gesang)